Ein Trend jagt den nächsten. Neue Social Media Plattformen mit immer neuen Ideen Inhalte aufzubereiten und zu teilen sprießen nach wie vor aus dem Boden.

Wie lange kann das gut gehen?
Wie viel Social Media v-erträgt der Mensch pro Tag?
Wie lange kann diese Trendkurve noch nach oben zeigen?

Aus Sicht der Konsumenten:
Ein Abgesang auf Social Media? NEIN. Auf keinen Fall.
Ein Abgesang auf unser Sozialverhalten? JEIN. Z.B. die Öffnung der Intimsphäre als Währung einzusetzen ist gefährlich. Den Anspruch zu haben im Internet ist alles kostenlos ist aber genauso falsch. Das sehen wir ja aktuell wieder an Apples Datenschutzveränderung, an Facebooks Beschneidung der Rechte an Privatsphäre und an Googles Initiative gegen das Urheberrecht von Verlagen. Keiner bekommt etwas geschenkt. Auch wir nicht, die anscheinend den Anspruch haben, dass Facebook & Co. die enormen Kosten nur über Werbung finanzieren sollen, die wir aber nicht sehen bzw. sehen wollen.

Aus der Sicht von Unternehmen/Dienstleistern:
Wichtige Faktoren wie “Likes”, “tweets” und “Shares”, die mittlerweile auch bei vielen SEOs/SMOs fester Bestandteil der täglichen Optimierungsarbeiten geworden sind, gehören eigentlich schon wieder der Vergangenheit an. Inhaltsqualität spielt eine immer größere Rolle und drückt sich durch immer längere Verweildauer des User im Channel oder auf der Webseite aus. Und doch sind es meistens Gewinnspiele, Belanglosigkeiten oder naiv extrahierte Internas, die eigentlich keinen “Freund” interessieren, was man an der niedrigen Wahrnehmung sieht (keine Likes, Shares, Tweets …). Die große Anzahl an “Fans, Followern und Freunden” ist nach wie vor die Währung. Aber was kann man sich davon kaufen bzw. in welcher Form bereichert es das Leben/Handeln? Einen Einblick gibt es dazu im nächsten Artikel.

Warum schreibe ich das heute?

Es war stets eine von zahlreichen Studien zum Rückgang von Facebook-Accounts und Facebook-Aktivitäten begleitete Vermutung, die in einem eigentlich lustig gemachten/gemeinten Video bestätigt wurde. Auch wenn es hier um den oftmals gelobten Dienst INSTAGRAM geht. Warum eigentlich das stete Lob? Die geteilten Inhalte sind MONOTON. Immer die selben Inhalte mit dem durchaus menschlichen Bedürfnis nach Anerkennung liebevoll aufbereitet und geteilt … nicht wirklich. Immer die selben langweiligen Inhalte und eben keine Anerkennung in Form von Likes, Shares usw.! Die Trendkurven zeigen nach unten. Genauso wie das Gefühl der Anerkennung. Also, so denkt sich der eine oder andere User, wechsle ich einfach mal das Thema oder den Dienst. Wie das Fähnchen im Wind. Doch genau das ist es, was uns alle so von Monotonie begleitet erscheinen lässt.

Doch seht selbst Nickelback’s Song “Photograph” als Parodie auf die Nutzung von Instagram.

Lustig?

Im Sinne des klassischen Konsumenten ein deutliches JA.
Im Sinne von Unternehmen/Werbetreibenden und Agenturen eher ein zaghaftes “Jein“.

Der Drang mit immer neuen Aktionen in allen Kanälen Konsumenten zum Kauf / zur Buchung zu bewegen oder den “Freund” tot zu langweilen mit Belanglosigkeiten des Alltags, führt zu nichts als Resignation und Frust im Umgang mit diesen Kanälen. Genau deshalb auch der Glaube vieler Unternehmer immer neue Kanäle mit neuen “tollen” Features online zu stellen, die aber doch wieder den selben Effekt auf die User haben. Langeweile vorprogrammiert. Ein munteres Kommen und Gehen. Keineswegs! Eine durchaus gefährliche Entwicklung nimmt die immer stärkere Vorherrschaft weniger Unternehmen – hier namentlich Facebook, Google, Twitter und ein wenig auch Microsoft. Deutsche Unternehmen in dem Bereich gibt es keine mehr. Zumindest keine von großer Bedeutung. Frei nach dem Motto “Größer, schneller, weiter, besser” überleben nur noch Player im Markt. Diese kaufen dann neue kleinere Unternehmen auf. Entweder um sie direkt zu schliessen oder deren Dienste zu filetieren, um die besten “Stücke” für die eigene Plattform zu nutzen.

Warum sind wir User dann immer länger in solchen Medien unterwegs? Warum meinen wir etwas zu verpassen, wenn wir mal nicht online sind? Denn auch das ist eventuell die Wahrheit des 21. Jahrhunderts. Weil wir sonst keine “Freunde” mehr haben oder einfach nur weil unser Suchtgen zugeschlagen hat?

Sind wir mal ehrlich, wie viel der Informationen aus Social Media Kanälen die täglich auf uns “einprasseln” beeinflussen unser Leben positiv? Wie viele davon finden wir spannend oder beachtenswert?

Die Antwort muss sich jeder selbst geben. In Summe ist es aber wohl oft die ineffizienteste und unsozialste Zeit in unserem Leben.

Fortsetzung folgt …



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