Pinning, in USA auch schon als das “Next Big Thing” bezeichnet, wird aus meiner Sicht auch in Europa das nächste große Ding.

ABER, wer glaubt, dass dieser großartige Trafficlieferant bedenkenlos eingesetzt werden kann, sollte sich auch da zunächst mit den Themen Datenschutz und Copyrights beschäftigen. Die Bilder (auch Videos) werden vom User zwar “nur” gepinnt, aber so einfach wie es ist ein Bild oder ein Video zu pinnen, so schnell tappt man auch in die Datenschutz und Copyrightfalle. Pinterest hat als erste Plattform reagiert und ermöglicht Webseitenbesitzern das Verhindern von Pinning durch die Integration eines Codeschnippsels in die eigene Webseite. Doch reicht das schon? Ich meine NEIN. Wie wir alle wissen, werden Bilder und Videos von Google, Blogs und anderen Webseiten dankend aufgenommen bzw. von Social Media Nutzern freudig geteilt, meist ohne Rücksicht auf etwaige Rechte am Bild (Video). Taucht Ihr Bild/Video also auf einer andere Webseite, Ihrem Blog oder beispielsweise Ihrem Flikr-Album auf, dann kann es gepinnt werden.

Bilder und Videos in offenen Social Media Kanälen, also Profilen die nicht hinter Logins versteckt sind, können auch gepinnt werden und da taucht dann auch schon direkt das Thema Datenschutz auf, da das Bild nicht nur gepinnt, sondern auch mit Repins “weitergeleitet” werden. Jeder “Pinner” und Betrachter von gepinnten Bildern und Videos bekommt so auch Einblick in Ihre Privatsphäre.

Ich glaube, dass das Pinning die Themen Datenschutz und Copyrights noch mal auf einen anderes Level hebt und zu noch wesentlich mehr Diskussionen führen wird. Unternehmen in Deutschland und Europa müssen sich jedoch noch “keine Sorgen” über etwaigen Traffic aus diesen Kanälen machen, da Pinterest in USA noch in einer Closed-Beta Phase ist und Clone/Wettbewerber wie Pinspire oder Pinderful aufgrund deren Größe/Reichweite noch nicht so ernst genommen werden  müssen. Wann Pinterest die Pforten für die Öffentlichkeit in USA und für europäischer Länder öffnet ist noch unklar.

Ach ja. Pinning kann zwar unter SEO-Gesichtspunkten ein tolles Instrument sein und auch anderweitig Traffic liefern, aber wenn es nicht wirklich auf Basis “Mensch zu Mensch”, sondern “Maschine zu Mensch zu Maschine” genutzt wird, dann wird es schnell langweilig und nutzlos. Ein gutes Buch liest man ja auch nur dann, wenn es spannend ist, aber auch einen roten Faden erkennen lässt. Wir sehen ja bei Facebook in vielen Bereichen schon Abnutzungserscheinungen, weil zu viele Dinge automatisiert ablaufen anstatt persönlich zu sein und zu wirken. Ganz ohne Struktur und klarem Ziel wird es auch hier nicht gehen.

Ich wünsche dennoch schon mal Happy Pinning und heiße Diskussionen in Meetings zum Thema.

Wer eine Einladung zu Pinterest möchte … ich lade gerne dazu ein!

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