Dem Team von Mashable sei Dank ist mal wieder eine “Kleinigkeit” beim Start der Timeline für Pages aufgefallen bzw. übersehen worden.

Interessenslisten à la Pinterest

Interessen in Form von Bildern und Videos zu pinnen hatte ich ja in einem meiner Blogpost letzter Woche bereits beschrieben. Dabei war meine Vermutung, dass auch dabei wieder davon auszugehen ist, dass Google und Facebook solche Dienste wie Pinterest mit wachsamem Auge verfolgen um ggf. schnell agieren und Features/Services übernehmen zu können.

Mashable sei Dank ist ein Snapshot gelungen der beweist, das Facebook längst agiert hat und das “pinnen” von Interessen erlaubt oder besser gesagt erlauben wird. Denn der Link ist nach kurzer Zeit wieder von den Facebook Pages verschwunden. War das nun ein kluger Schachzug des Facebook Marketings (man hat ja von Apple gelernt) oder nur ein Fehler in der Programmierung. Das werden wir wohl nie erfahren.

Interessant ist dabei jedoch, dass hierzulande schon wieder einige fleißige Blogger und Agenturen Pinterest den Weg des Scheiterns schon prophezeien. Aus dem Tal der Ahnungslosen geflohen denkt sich dann so manch ein Blogger, warum das Thema so eindimensional betrachtet wird. Pinterest alleine generiert derzeit mehr Qualitytraffic als die meisten anderen Dienste in USA. Flikr und nun wohl auch Facebook reagieren mittlerweile in atemberaubender Geschwindigkeit. Copycats.

Aber warum reagiert man bei Flikr und Facebook in solch einer kurzen Zeit?

Ganz einfach, weil die Verweildauer auf beiden Plattformen gesunken ist und man gerade (im Fall von Facebook) vor einem Börsengang glänzen muss. Oder weil man schnell erkannt hat, dass solche Features vielleicht mehr als nur eine Evolution des Mitmachwebs sind. Mit Interessen lässt sich der geneigte Nutzer nicht nur länger binden, sondern auch in einer ganz neuen Dimension “vermarkten”. Je mehr “ich” vom Nutzer weiß und je genauer sein Profil wird, desto besser lassen sich Marketingaktivitäten zielgerichtet steuern.

Ich empfehle, bevor man neue Services wie Pinterest hyped oder gar kaputtschreibt, sollte man sich ein paar Gedanken mehr darüber machen, was daraus werden könnte. Oder glaubt hier noch irgendjemand daran, dass es Plattformen oder Dienste gibt, die alles alleine entwickeln und für immer das Maß der Dinge bleiben?

Ob Pinterest oder deren Clone überleben spielt also gar keine so große Rolle. Wichtig ist, was machen die Konkurrenzplattformen daraus, die bereits über die nötigen Nutzer “verfügen”.

In diesem Sinne wünsche ich mir viele weitere großartige Entwicklungen und mutige Unternehmer die auf der Suche nach Mehrwert auch Offenheit zeigen.



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